An den vergangenen beiden Wochenenden ging es für eine Gruppe von 12 Feuerwehrangehörigen in ein stillgelegtes Kraftwerkgelände nach Marbach am Neckar zur „ERHT – Ausbildung“. ERHT bedeutet einfaches Retten aus Höhen und Tiefen, hier geht es um die einfache Rettung von Personen aus absturzgefährdeten Bereichen. An einem Theorietag wurde den Teilnehmern die Grundlagen über die Einsatzmöglichkeiten, Prüfung und Wartung des Materials, sowie Knoten und Stiche beigebracht.
An den beiden darauffolgenden Tagen wurde das erlernte in die Praxis umgesetzt. Los ging es mit der „Höhengewöhnung“, die Teilnehmer balancierten auf einem Stahlträger in ca. 20m Höhe von der einen Seite der Halle auf die andere. Obwohl die Teilnehmer gesichert waren, kostete es einiges an Überwindung den Stahlträger zu überqueren. Im Mittelpunkt des Praxisteils stand die Eigensicherung, sowie das Sichern in Höhen, sowie die Gewöhnung an das Material. Um Vertrauen zu gewinnen durfte jeder Teilnehmer in das Seil springen, während er von seinen Kameraden über eine Art „Flaschenzug“ gesichert wurde. An einer anderen Station wurde eine Selbstrettung aus dem 2. OG geübt. Ziel aller Übungen war, dass die Teilnehmer praxisnahe Erfahrungen sammeln konnten.
Nach 3 intensiven und lehrreichen Tagen waren die Teilnehmer erschöpft, allerdings um die eine oder andere Erfahrung, die sie teilweise an ihre Grenzen brachte, reicher.
Die ERHT – Gruppe ist allerdings kein Ersatz für die weitläufig eher bekanntere Höhenrettungsgruppe. Höhenretter sind intensiver ausgebildet und deren Ausrüstung ist für höhere und komplexere Rettungen geeignet.








