Segeltörn Ijsselmeer oder alle guten Dinge sind 3

Im dritten Anlauf – die ersten beiden Male wurden Corona bedingt verschoben – hat der lange geplante Segelausflug nach Holland ans Ijsselmeer dann endlich geklappt. Am Mittwochabend, den 22. Juni, sind 33 Kameraden und eine Kameradin mit Gepäck und Verpflegung für 4 Tage in Richtung Enkhuizen am Ijsselmeer aufgebrochen. Früh morgens wurde dann der Hafen von Enkhuizen erreicht und rasch war auch das Zuhause für die nächsten 3 Tage entdeckt: die Radeboud. Die Radeboud ist der größte Dreimastklipper, der auf dem Ijsselmeer unterwegs ist. Nachdem das Gepäck auf die Kojen verteilt war und der Proviant in der Küche verstaut wurde, hieß uns unser Kapitän Chris, sowie sein Helfer Nico an Bord Herzlich Willkommen. Dann hieß es auch schon „Leinen los“. Während der Kapitän unser erstes Ziel eine Schleuse ansteuerte, wurden uns die wichtigsten Seglerknoten in einem Crashkurs beigebracht. „Acht-Acht-Neun“ wird wohl keiner der Kameraden mehr vergessen. Kaum hatten wir die Schleuse verlassen hieß es dann auch Segel setzen. Unter fachkundiger Anleitung von Nico wurden die 550 Quadratmeter Segel gesetzt. Nicht wenige waren fasziniert davon, wie man bei Dutzenden von Seilen den Überblick behalten kann. Nach einer knappen Stunde waren dann alle Segel gesetzt und es man segelte auf das erste Ziel Amsterdam zu.

Während die meisten die Sonne an Deck genossen, bereitete unsere Küchencrew das Mittagessen vor. Die Küchencrew verwöhnte uns über die 4 Tage neben einem ausgiebigen Frühstück mit Spagetti incl. 3 verschiedenen Saucen, Fleischkäse, Maultaschen mit selbstgemachten Kartoffelsalat, Wurstsalat und als Highlight gab es am letzten Abend Gulasch mit handgeschabten Spätzle. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für das leckere Essen an die gesamte Crew.

Bevor man im Hafen wieder einlaufen konnte, mussten alle Segel wieder eingeholt werden, auch dies geschah unter der Anleitung von unserem Bootsmann Nico. Nachdem wir im Hafen von Amsterdam angelegt hatten, ging es los in die Stadt. Bei einer Grachtentour am Abend wurden die Sehenswürdigkeiten von Amsterdam von der Wasserseite aus begutachtet. Anschließend wurde das Nachtleben in der Stadt mehr oder weniger lange erkundet.

Am nächsten Morgen ging es, gut gestärkt nach dem Frühstück, wieder ans Segel setzen. Tagsüber wurde dann bei gutem Wind bis nach Hoorn gesegelt. Dort nutzten dann einige das sonnige Wetter für ein Bad im Ijsselmeer. Bei Sprüngen vom Deck wurde der eine oder andere Salto ausprobiert und auch die „Affenschaukel“ bot eine Abwechslung um ins kühle Nass zu kommen. Abends machten wir uns dann auf den Weg ins Städtchen Hoorn. Man munkelt die letzten „Ausflügler“ haben am Samstagmorgen den Sonnenaufgang aus dem Whirlpool genossen.

Doch auch diese waren wieder tatkräftig am Segel setzen als das Schiff den Hafen von Hoorn verließ um wieder Richtung Enkhuizen zu segeln. Nach einem Tag auf See, an dem von den einen die Spätzle geschabt wurden, während die anderen etwas Schlaf nachholten, wurden zum letzten Mal die Segel eingeholt und wir erreichten am Nachmittag unser Ziel, den Hafen von Enkhuizen. Die einen brachen auf um das Städtchen zu erkunden, während die anderen die letzten Sonnenstrahlen an Deck genossen.

Am Sonntagmorgen hieß es dann Abschied nehmen von der Radebold. Die einen brachten das Gepäck zum Bus, parallel dazu brachten die anderen das Boot auf Vordermann und noch vor der geplanten Zeit ging es wieder los Richtung Heimat.

„Super Ausflug“, „ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spaß macht und wir einen so harmonischen erleben“, „das war der Beste Feuerwehrausflug seit langem“, das waren einige Reaktionen von Kameraden nach dem verlängerten Wochenende.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal im Namen aller Teilnehmer herzlich bei unserem Ideengeber, Organisator, Küchenchef und Busfahrer Jürgen bedanken. Ebenfalls ein großes Dankeschön gilt unserem zweiten Busfahrer Thomas. Zum Schluss geht unser Dank an alle anderen die zu einem tollen Segeltörn 2022 beigetragen haben.